Festival of Animation Berlin 2026

Vier Tage voller bewegter Bilder

Animation ist mehr als Zeichentrick. Sie kann gezeichnet, geknetet, gebaut, programmiert oder fotografiert sein – und sie eröffnet Möglichkeiten, die weit über die Grenzen des klassischen Realfilms hinausgehen. Genau dieser Vielfalt widmet sich das Festival of Animation Berlin (FAB) vom 8. bis 11. Oktober 2026 bereits zum neunten Mal. Spielorte sind das silent green Kulturquartier und das City Kino Wedding.

Im Mittelpunkt steht der kurze, künstlerische Animationsfilm in seinen unterschiedlichsten Formen: von traditionellem Zeichentrick und Stop-Motion über CGI bis hin zu Cross-Media-Experimenten und 360°-Filmen. Das Festival bringt dabei internationale Produktionen ebenso zusammen wie Arbeiten aus der Berliner und deutschen Animationsszene.

161 Filme aus 78 Ländern

Das Wettbewerbsprogramm bildet das Herzstück des FAB 2026. 161 Filme aus 78 Ländern wurden für das diesjährige Programm ausgewählt. In fünf Wettbewerbskategorien treten Animationsfilme aus aller Welt gegeneinander an. Nach zahlreichen Vorführungen stehen die anwesenden Filmemacher*innen dem Publikum bei Q&As Rede und Antwort. Am Ende werden Preisgelder und die charakteristischen, handgegossenen goldenen Bärentrophäen vergeben.

Einen besonderen Platz nimmt der Wettbewerb Deutscher Animationsfilm ein. Hier zeigt das Festival die kreative Vielfalt der Animationsszene in Deutschland und gibt Animationskünstler*innen mit Sitz in Deutschland eine eigene Plattform. Das Programm bildet zugleich den Auftakt des Festivals und eröffnet das FAB 2026.

Animation für alle

Das Festival richtet sich dabei längst nicht nur an ein klassisches Filmfestivalpublikum. Mit den Pink-Panda-Programmen gibt es speziell kuratierte Wettbewerbsprogramme für Kinder und Familien. Altersgerechte Kurzfilmprogramme laden Schulklassen dazu ein, Animation gemeinsam auf der großen Leinwand zu entdecken.

Auch selbst aktiv zu werden, gehört zum Konzept des FAB. Workshops für Kinder und Erwachsene beschäftigen sich unter anderem mit Stop-Motion und Storytelling. Animation wird damit nicht nur als fertiges Filmergebnis präsentiert, sondern als künstlerische Ausdrucksform erfahrbar gemacht.

Ein Festival als Treffpunkt der Animationsszene

Neben den Filmprogrammen bietet das FAB Raum für Austausch und Vernetzung. Das Berlin Animation Hub bringt Fachpublikum, Künstler*innen und Interessierte zusammen. Workshops, Talks, Panels, Masterclasses, Meet-the-Expert-Seminare und Networking-Veranstaltungen schaffen Möglichkeiten für Gespräche über aktuelle Entwicklungen und Arbeitsweisen in der Animationsbranche.

Damit verbindet das Festival Filmvorführungen mit einem wichtigen Anliegen vieler Filmfestivals: Es geht nicht nur darum, Filme zu zeigen, sondern auch darum, Menschen zusammenzubringen, Wissen weiterzugeben und einer künstlerischen Szene Sichtbarkeit zu verschaffen.

Die ganze Welt in Bewegung

Was das Festival of Animation Berlin besonders macht, ist die enorme Bandbreite des Mediums. Animationsfilme können Geschichten erzählen, für die es im Realfilm keine vergleichbare Bildsprache gibt. Sie können mit Zeit, Raum und Perspektive spielen, gesellschaftliche Themen aufgreifen oder einfach mit Formen, Farben, Geräuschen und Bewegung experimentieren.

Gerade der Kurzfilm bietet dafür einen idealen Raum. In wenigen Minuten können Welten entstehen, Figuren zum Leben erwachen und Geschichten erzählt werden, die lange nachwirken. Das FAB macht diese Vielfalt sichtbar und zeigt, wie international und gleichzeitig wie unterschiedlich die Animationskunst heute ist.

Vom 8. bis 11. Oktober 2026 heißt es deshalb wieder: Vorhang auf für bewegte Bilder aus Berlin und der ganzen Welt!

Festiwelt wünscht dem Festival of Animation Berlin ein großartiges neuntes Festival, viele spannende Begegnungen und ein neugieriges Publikum – und allen Besucher*innen vier Tage voller überraschender, fantastischer und bewegender Animation.