10 Jahre Obscura Filmfestival – Kino für das Ungewöhnliche

Horror, Action, Science-Fiction, Fantasy und Thriller: Das Obscura Filmfestival widmet sich seit zehn Jahren dem Genre- und Independent-Kino abseits des Mainstreams. Vom 16. bis 17. Oktober 2026 lädt das Festival zur zehnten Ausgabe in den Zoo Palast ein – mit zwei Tagen voller ungewöhnlicher, wilder und internationaler Genrefilme.

Gegründet wurde das Obscura Filmfest 2016 von David Ghane, der das Festival bis heute eigenständig organisiert und leitet. Seine Leidenschaft für Genrefilm reicht noch weiter zurück: Seit 1996 ist Ghane begeisterter Genrefilmfan und besucht seit vielen Jahren Filmfestivals in aller Welt.

Filme mit Ecken und Kanten

Das Obscura versteht sich ausdrücklich als Festival für Filme, die im regulären Kinobetrieb nur selten ihren Platz finden. Im Mittelpunkt stehen unterhaltsame und fantastische Genreproduktionen – von kleinen Independent-Horrorfilmen bis zu größeren internationalen Produktionen und spektakulären asiatischen Schlachtenepen. Das Festival sucht dabei bewusst nach Filmen, die Ecken und Kanten haben, roh und kompromisslos sind und ihr Publikum überraschen können.

Damit besetzt das Obscura eine besondere Nische in der Berliner Festivallandschaft. Während das reguläre Kinoprogramm stark vom Mainstream geprägt ist und sich viele Programmkinos dem Arthouse widmen, konzentriert sich das Obscura auf einen Bereich dazwischen und daneben: auf Genre- und Independent-Filme, die eine leidenschaftliche Fangemeinde haben, aber häufig nur schwer Zugang zum deutschen Kinomarkt finden.

Vom Underground zum Festival im Zoo Palast

In seinen Anfangsjahren war das Obscura vor allem auf kleine, abseitige und internationale Underground- und Grindhouse-Filme spezialisiert. Inzwischen reicht die Bandbreite weiter und umfasst auch mittelgroße und kommerziellere Produktionen, die auf internationalen Filmmärkten vertreten sind.

Dass dabei nicht nur Filme, sondern auch ihre Macher*innen im Mittelpunkt stehen, gehört zur Festivalidee. Über die Jahre waren zahlreiche internationale Filmgäste beim Obscura zu Gast und stellten ihre Filme persönlich vor. Gäste kamen unter anderem aus Irland, Großbritannien, Belgien, Finnland, Dänemark, Spanien, Griechenland, Ungarn, den Niederlanden, den USA, Argentinien, Mexiko und Kolumbien.

Auch ungewöhnliche Filmgeschichten finden beim Obscura ihren Platz. 2022 feierte das Festival beispielsweise seine ersten beiden Langfilm-Weltpremieren mit „All through the Hall“ und „Hidden in the Woods II“. 2024 war unter den Gästen auch das Team hinter „The Witch. Revenge“, einem ukrainischen Kriegshorrorfilm, der während des russischen Angriffskriegs entstand und diesen thematisiert.

Zehnte Ausgabe im Zoo Palast

Für die Jubiläumsausgabe 2026 kehrt das Obscura an einen prominenten Berliner Kinostandort zurück: Am 16. und 17. Oktober werden im Zoo Palast, Club B und Saal 3, internationale Genreproduktionen präsentiert. Das Festival selbst beschreibt die Veranstaltung als internationales Filmfest für den unterhaltsamen, fantastischen und Arthouse-freien Genrefilm.

Auf dem Programm stehen unter anderem „Shake Rattle Roll“, „The Dam“, „Jamais Vu“, „Human“, „Dark Christmas“, „Fantastic Shorts“ und „Gator Face“.

Ein Hoch auf zehn Jahre Genrekino

Zehn Jahre Obscura Filmfestival bedeuten zehn Jahre Leidenschaft für Filme, die nicht in vorgefertigte Schubladen passen müssen. Für die Berliner Festivallandschaft ist das eine wichtige Ergänzung: Das Obscura gibt dem internationalen Genre- und Independent-Kino eine eigene Leinwand und bringt Filme nach Berlin, die sonst womöglich nur schwer den Weg ins Kino finden würden.

Festiwelt gratuliert zum zehnjährigen Jubiläum und wünscht dem Obscura Filmfestival für die Jubiläumsausgabe zwei aufregende Tage, ein begeisterungsfähiges Publikum und viele weitere Jahre mit ungewöhnlichen, fantastischen und kompromisslosen Filmen!